



Feierliche Einweihung des Nahwärmenetzes in Bastheim
Bei strahlendem Sonnenschein wurde am ersten Maiwochenende 2026 das Nahwärmenetz und das Heizhaus eingeweiht!
Für Bürgermeister Tobias Seufert war es ein „besonderer Tag für die Gemeinde“, für Pfarrer Steffen Behr ein Tag, „an dem ein neues Kapitel aufgeschlagen wird“. Mit dem offiziellen, vorläufigen Abschluss der Arbeiten an der Nahwärmeversorgung und der feierlichen Einweihung des neuen Heizhauses sei ein bedeutender Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern gelungen. Gleichzeitig habe man damit, wie Bürgermeister Seufert betonte, die „Gemeinde zukunftsfähig aufgestellt“.
Das Interesse an dem Projekt war groß: Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus den umliegenden Gemeinden und mehrere Bürgermeister aus der Nachbarschaft nahmen an der Vorstellung und offiziellen Inbetriebnahme des Vorzeigeprojekts teil. Auf dem Gelände des Schulsportplatzes vor dem neuen Heizhaus bat Pfarrer Steffen Behr im Rahmen eines Gottesdienstes um den Segen für das in den vergangenen Jahren entstandene Gemeinschaftswerk.
Bürgermeister Tobias Seufert hob hervor, dass die Umsetzung des Projekts nur durch ein hohes Maß an Engagement, Mut und Idealismus möglich gewesen sei. Durch die Einbindung der benachbarten Biogasanlage von Eberhard Räder, die in den Sommermonaten die Wärmeversorgung alleine übernimmt, sowie den Einsatz von Hackschnitzeln während der übrigen Zeit arbeite die Anlage „zuverlässig, regional und nachhaltig“. Für den Bürgermeister ist dies ein klares Zeichen für eine umweltbewusste und zukunftssichere Energieversorgung: „Bei uns wird die Energiewende konsequent umgesetzt.“
Besonderen Dank richtete Seufert an die drei Vorstandsmitglieder Markus Euring, Sebastian Landgraf und Dominik Kanitz. Markus Euring ist zudem Geschäftsführer bei ENERPIPE sowie Vorstand der Nahwärme-Genossenschaft Bastheim. Als symbolisches Geschenk zur Einweihung brachte der Bürgermeister die neue Hausnummer des Gebäudes mit: „Am Heizhaus 1“.
Trotz ihrer erst kurzen Amtszeit ließ es sich auch die neue Landrätin Sonja Rahm nicht nehmen, an der Feier teilzunehmen. „Hier sind Menschen unter dem Genossenschaftsmodell zusammengekommen. Hier steht nicht die Gewinnerzielungsabsicht im Vordergrund, sondern das Motto Solidarität.“ Sie zeigte sich erfreut darüber, ein solches Vorzeigeprojekt im Landkreis zu haben, und sprach sich dafür aus, ähnliche Initiativen auch andernorts umzusetzen.
Zur Finanzierung des Millionenprojekts arbeitete die „Nahwärme Bastheim und Geckenau eG“ eng mit der Sparkasse Bad Neustadt zusammen. Deren Vorstandsmitglied Klaus Grenzer bezeichnete das Bastheimer Nahwärmenetz ebenfalls als „Meilenstein“ mit Vorbildcharakter. „Mehr Regionalität und mehr Wertschöpfung in der Rhön geht einfach nicht“, sagte er.
Vorstandsvorsitzender Markus Euring erklärte abschließend das Erfolgsgeheimnis des Projekts: „Wir sind unseren Weg konsequent gegangen. Jeder machte das, was er konnte“.



